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Gestern machte ich top motiviert Bailyn fertig zum Reiten. Als ich auf den Platz wollte, erfuhr ich, dass dieser gesperrt ist weil für das Weihnachtsreiten geübt wird. Ziemlich betrübt ging ich zurück zum Anbindeplatz und entschloss mich, Ausreiten zu gehen. Ich habe keine Ahnung, welcher Teufel mich da geritten hatte. Zumindest dachte ich daran, Bailyn und mich mit Reflexzeug einzukleiden. Somit machten wir uns blinkend auf den Weg in den Wald. Da es schon halb sieben war, entsprechend im Dunkeln.

Erwähnenswert dabei ist wohl, dass wir seit mindestes einem Jahr nicht mehr alleine ausreiten waren und an diesem Stall noch gar nie. Zudem war der letzte Ausritt einige Wochen her und ein Ausritt im Dunkeln fand bisher nur einmal statt und auch da nur, weil wir uns verirrt hatten. Es war also eine Premiere auf allen Ebenen.

Am Anfang war Bailyn noch entsprechend nervös, mit der Zeit legte sich das ein wenig und sie war nur noch guckig. Allerdings nutzte ich ihren Vorwärtsdrang und ritt einen seltenen aktiven Schritt bergauf. Später wagte ich sogar ein Träbchen, das allerdings eher stockend war. Weil Bailyn dann Galopp anbot, dachte ich, warum nicht? Sie galoppierte dann wunderbar auf mein Kommando an und wir fetzten im ruhigen Tempo durch den Wald. Der Weg war gerade knapp noch sichtbar, nächstes Mal rüste ich mich besser mit der Stirnlampe aus.

Auf dem Rückweg hatte es Bailyn entsprechend noch eiliger, blieb aber brav im (schnellen) Schritt und hielt auch problemlos auf Kommando an. Dafür gab es natürlich eine Belohnung, denn es ist nicht selbstverständlich, dass ein nervöses Pferd, das gerade alles um sich herum gefährlich findet, noch so brav auf seinen Reiter hört. Dafür liebe ich mein Pferd!

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