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Vertrauen nahm ich mir als Thema für den Ausritt gestern vor. Es war der zweite Ausritt mit Najem alleine und das erste Mal war ich nicht sehr entspannt, er hingegen schon. Gestern war es umgekehrt. Schon nach ein paar hundert Metern kam der erste richtige Erschrecker inklusive Angaloppieren. Warum weiss ich nicht wirklich, vermutlich ist ihm Schnee auf die Kruppe gefallen. Nach wenigen Sprüngen hat er sich aber wieder beruhigt, blieb jedoch angespannt. Vielleicht hatte ich das auch durch das Traben an der Hand bis zu unserem Aufsteig-Stein provoziert.

Mit den Vertrauen klappte es also noch nicht ganz. Ich wählte bewusst eine Route, die uns einen langen, schneebedeckten Weg leicht bergauf versprach. Najem war von der Idee irgendwie nicht begeistert, er hätte einen anderen Weg bevorzugt.

Die lange Strecke fanden wir tatsächlich und so sausten wir richtig lange im Galopp durch den Wald. Gebremst wurde erst, als Najem spontan entschied, dass der Weg links bergauf anstelle von geradeaus der richtige sei. Kehrtwendung im Schnee im Galopp ist aber doch nicht so einfach, vor allem nicht für den unvorbereiteten Reiter. Ausserdem kam uns da ein Mann mit Hund entgegen, den Najem witzigerweise erst lange nach mir entdeckte. Also kurz Schritt, bevor es die letzten Meter steil bergauf im Galopp ging. Da musste ich Najem schon fast zwingen, aber er machte toll mit.

Der Rückweg war richtig entspannt, abgesehen von den Wegkorrekturen – ansonsten wären wir wohl irgendwo durch den Wald geritten oder auf dem Eis ausgerutscht. Najem, wenn es links und rechts Eis hat, bleiben wir auf der Mitte des Weges!

Ausserdem gab ich Najem einen Vertrauensbonus, indem ich zum ersten Mal nur mit Knotenhalfter und ohne Trense ausritt, was übrigens wunderbar geklappt hat.

Hier noch der Ausritt auf Every Trail.

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