Gestern war ich nun zum zweiten Mal mit Najem in der Halle.

Das erste Mal ging ich zusammen mit der Besitzerin (*wink*) und Hänger. Sie konnte am Anfang mit ihm ein wenig am Boden arbeiten und ich danach reiten. Passte perfekt, denn sie macht lieber vom Boden aus etwas mit ihm und ich reite lieber 🙂 Wie das erste Mal fand auch gestern eher ein Kennenlernen und Ausprobieren statt – und zwar beidseitig 😀

Gestern war ich jedoch „zu Fuss“ zur Halle unterwegs, ritt also hin. Naja, auf der Strasse war ich wirklich zu Fuss, da ich so ein entspannteres Pferd hatte, wahrscheinlich weil er dann auch ein entspannteres Frauchen hatte ^^ Mir war es mit den Autos einfach zu gefährlich und ich war zu nervös im Sattel. Denn obwohl ich auf unserer Standardroute im Wald auch mal ohne Sattel in allen Gangarten reite und ein total relaxtes Pferdchen unter mir spüre, war er auf dem unbekannten Weg zur Reithalle doch weniger relaxed, war ja schliesslich so viel neues! Aber da er grundsätzlich ein Verlasspferd ist, trotz seinen jungen sechs Jahren, machte dies sich lediglich in angespannter Körperhaltung bemerkbar und keineswegs durch Scheuen oder ähnliches.

In der Reithalle angekommen (nachdem wir den totaaaaal gruseligen PARKPLATZ!!! überlebt hatten ^^), legte sich die Angespanntheit nach ein paar Minuten und ich begann mit ihm zu arbeiten. Erstmal ein wenig Schrittarbeit, um zu sehen ob er sich biegen lässt. Hier zeigte sich bereits, rechte Hand ist unsere Lieblingsseite – also zumindest meine. Auf der linken Hand war das Stellen und Biegen – oder auch schon alleine das Navigieren – deutlich schwieriger. Aber auf beiden Seiten klappte das Schulterherein relativ gut, dank meiner fordernden Ausbilderin Bailyn.

Im Trab klappten die kleinen Volten, Stellen und Biegen immer noch, wenn auch nicht immer auf Anhieb. Aber zumindest jeweils die zweite Hälfte einer kleinen Volte lief er richtig schön. Generell wurde er im Trab immer konzentrierter.

Der Galopp auf rechter Hand war traumhaft! Ich konnte Verstärken, Zurücknehmen, kleine Volten reiten – obwohl er das nicht sehr mochte, war wohl zu anstrengend 😀

Auf der linken Hand spielte er wieder das Abbieg-Spiel bei der Volte zur Wand hin. Also entwickelte ich eine neue Taktik. Erstmal üben wir das ganze im Schritt und dann im Trab. Als das klappt, galoppierte ich, parierte jedoch vor der heiklen Stelle wieder zum Trab durch, manövrierte ihn da durch und galoppierte wieder an. Nach etwa drei Mal üben, bei dem die Trabstrecke immer kürzer wurde, klappte auch eine ganze Volte im Galopp und mit diesem Erfolgserlebnis schloss ich die linke Hand ab.

Am Ende war er total durchgeschwitzt, aber wir hatten ja noch fast eine Stunde Zeit auf dem Heimweg zum Trockenreiten, was auch problemlos funktioniert hatte. Auf dem Heimweg war er viel ruhiger, vielleicht war er zu kaputt, um noch erschöpft zu sein 😀

Das mache ich auf jeden Fall wieder, so kann ich mir das herum Manövrieren mit dem Anhänger sparen, alleine traue ich mir das nämlich noch nicht zu, und habe gleichzeitig das Warm- und Abreiten integriert ^^

Übrigens: auch im Longenkurs geht es vorwärts, letzte Woche klappte auf der linken Hand das Anschraten schon relativ schön 🙂

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