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Nun war ich kürzlich das erste Mal in einem Kurs mit Najem. Nach meinem Unfall sass ich zwischenzeitlich erst einmal wieder auf ihm und dieser Ausritt war nicht besonders entspannt. Ausserdem war ich auch noch nie mit ihm in einer Gruppe anderer Pferde unterwegs, bzw. in der Halle. Anscheinend sei er ja lieb, aber etwas erzählt bekommen und etwas selber erleben ist dann immer noch etwas anderes.

Aber ich mache ja immer gerne an Kursen mit und irgendwann muss ja das erste Mal sein. Von daher bin ich Najems Besitzerin unheimlich dankbar, dass sie mir das ermöglicht hat! Nicht nur indem sie auf Najem verzichtete, sondern auch weil sie die zwei Pferde bis zur Reithalle brachte und ich direkt kommen durfte. Anders wäre es mir zeitlich gar nicht möglich gewesen, an diesem Kurs teilzunehmen, da er an einem Mittwoch stattfindet. Gleichzeitig hat sie sich ein grosses Projekt vorgenommen mit dem Pferd, welches sie im Kurs ritt, ein fünfjähriger Wallach, der schon jetzt eine völlige „Leck mich am Arsch“-Einstellung hat. Sie tat mir ein wenig leid mit ihm, auch wenn die zwei bereits nach zehn Minuten für Unterhaltung sorgten, als er sich einfach hinlegte und wälzte 😀 Sie hatte keine Chance, ihn davon abzuhalten und konnte gerade noch abspringen. Auch ansonsten verweigerte er manchmal einfach den Dienst, blieb stehen und liess sich durch nichts mehr in Bewegung bringen. Vielleicht hätte es geholfen, wenn sie abgestiegen wäre und ihn mit einem Besen angetrieben hätte. Auf Schenkelhilfen oder Peitsche reagierte er gar nicht.

Nach anfänglicher Unsicherheit klappte die Zusammenarbeit zwischen Najem und mir sehr gut, nur die anderen Pferde waren meinem kleinen Rennpferd im Weg. Er hat wohl neuerdings das Vorwärts entdeckt, und zwar in allen Gangarten. Ich war also oft damit beschäftigt, die anderen nicht über den Haufen zu reiten. Aber abgesehen davon klappte das alles ganz gut. Die Übergange waren völlig reibungslos, das Traben über Stangen kein Thema und auch galoppieren zu viert im Zirkel stellte kein Problem dar für uns. Nur das Tempo der anderen war uns zu niedrig und es war auch schwierig, das alles zu koordinieren, wenn die anderen teilweise in Trab oder Schritt zurückfielen.

Am Ende war Najem kaputt, Najems Besitzerin ebenfalls, bei mir hielt sich das jedoch in Grenzen. Ich freue mich schon auf die nächste Stunde, obwohl ich dann vielleicht leider nicht mehr in den Genuss von Najem komme, da sich seine Besitzerin ihr Projektpferd verständlicherweise nicht mehr antun will. Die Ponys die sie stattdessen ausleihen könnte, sind jedoch für sie zu klein, für mich würden sie aber passen. Ich lasse mich überraschen 🙂

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